UASSYN (CH)

Tapiwa Svosve (alto saxophone), Silvan Jeger (double bass), Vincent Glanzmann (drums)
Was ist Skater-Jazz? Spielt man diesen auf der Halfpipe? Muss man dabei eine Mütze verkehrt herum tragen? Fragen über Fragen zu einer neuen Strömung (vormals Avantgarde), die sich in den Städten London, Berlin und Zürich formiert.
Auf alle Fälle bringt das einen ansteckenden frischen Funken in die Jazzwelt. Und dieses Trio mit dem verstolperten, schadenfroh erfundenen Namen bringt noch eine Welle von Loft Jazz-Nostalgie mit sich. Die Musik strotzt vor Energie und Vitalität, hat aber auch viel Platz für zarte und balladeske Momente. Die Songs wirken hypnotisch, leben von einem durchdringenden Beat und nutzen die Schlupflöcher, die der Jazz verspricht. Die Fremdartigkeit, die ihre Musik ausstrahlt, setzt sich mit rätselhaften Songtiteln wie "Dji-ut", "Mmoosh" oder "Kheretem" fort. Komplexe Konzepte also, die von der ursprünglichen Energie dreier hartnäckiger Schweizer Individualisten durchdrungen sind.
Die vor etwa sieben Jahren gegründete Combo erfindet das traditionsreiche Sax-Trio gewissermaßen neu, indem sie den Geist des Free Jazz mit einer sehr neuartigen und durchaus physisch erfahrbaren Beat-Kultur kombiniert. Dabei gehören auch Momente des Beinahe-Stillstands zu ihrer kryptisch-komplexen Musik, die zwischen Abstraktion, musikalischer Interaktion und Action oszilliert. Auf alle Fälle ist UASSYN eine dieser seltenen Gruppen mit einem ausgeprägten, starken Sinn für gemeinsame Identität. Und diese auch noch mit pulsierender Synergie über die Rampe bringt.

© Pressetext StockwerkJAZZ
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